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Kantorei Hauptkirche Rheydt

Ev. Hauptkirche Rheydt - Sauer-Orgel

Foto: Paul Sippel




Willkommen

Kantorei der Ev. Hauptkirche Rheydt

Konzert Johannes-Passion - Foto: Privat



Schön, dass Sie die Internetpräsenz der Kantorei der Ev. Hauptkirche Rheydt entdeckt haben. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Stöbern durch unsere Webseiten. Wenn Ihnen unsere Seiten gefallen, würden wir uns über ein Feedback sehr freuen.

Bei Fragen, Anmerkungen oder Kritik können Sie sich auch direkt per E-Mail an Kantor Udo Witt wenden.






März/April 2019

Rheydt - Hauptkirche

Blick auf den Kanzelaltar - Foto: Olaf D. Hennig



Samstag, 2. März, Orgelmusik zur Marktzeit, 11.30 Uhr

„Die tanzende Orgel“
Werke von Bach, Léfébure-Wély, Tschaikowski

Orgel: Udo Witt



Sonntag, 10. März, 10.30 Uhr, Musikalischer Abendmahlsgottesdienst

„Verleih uns Frieden“

Chormusik aus drei Jahrhunderten

Mitglieder der Kantorei, des Knabenchores und der Mäd-chenkurrende,

Leitung und Orgel: Udo Witt



LandesJugendChor NRW



Abschiedstournee des Landesjugendchores NRW

Ev. Hauptkirche Rheydt

Foto: Olaf D. Hennig



Sonntag, 17. März, 17.00 Uhr

Abschiedstournee des Landesjugendchores NRW

"Zeitenklänge - Weltenklänge

mit dem LandesJugendChor NRW ,

einem Förderprojekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW

Leitung Christiane Zywietz-Godland & Hermann Godland

Werke von Hassler, Mendelssohn Bartholdy, Rheinberger,
sowie internationale Chormusik aus England, Frankreich,
Russland, Skandinavien und den USA,

sowie dem Rheydter Knabenchor und der Rheydter Mädchenkurrende

Orgel: Udo Witt

Eintritt 10,- Euro
(Abendkasse)


Der LandesJugendChorNRW galt lange Zeit als „Leuchtturm“ der Chormusik unseres Bundeslandes. Chorbegeisterte junge Menschen fanden sich hier unter fachkundiger Leitung zusammen um anspruchsvolle Chorliteratur auf höchstem Niveau aufzuführen. Der Chor zeugte damit auch vom hohen kulturellen Gesangsniveau in NRW. Dem Zeitgeist entsprechend möchte man die Messlatte nun tiefer hängen und mehr auf „Performance“ und „peppigere Musik“ setzen um eine größere Breitenwirkung zu erreichen. Somit wird der Chor in dieser Form nicht mehr als „Landes-Jugend-Chor“ gefördert werden. Sie haben hier noch einmal die Gelegenheit, zusammen mit dem Rheydter Knaben- und Mädchenchor, diesen Chor mit einem umfassenden Programm internationaler Musik zu erleben.


Sauer-Orgel

Foto: Olaf D. Hennig



Samstag, 30. März, 18 Uhr

Musikalische Vesper


Jürgen Löscher, Saxophon und Udo Witt, Orgel



Samstag, 6. April, Orgelmusik zur Marktzeit, 11.30 Uhr

Bachs Passionschoräle gesungen und gespielt


Der Rheydter Knabenchor und die Mädchenkurrende

Leitung und Orgel: Udo Witt


Im April findet wegen der Goldkonfirmation k e i n Musikalischer Abendmahlsgottesdienst statt!



Semjon Kalinowsky

Foto: Privat



Sonntag, 14. April 2019 - 17.00 Uhr


Synagoge trifft Kirche trifft Synagoge trifft Kirche

Semjon Kalinowsky (Bratsche), Lübeck und Paul Kayser, (Orgel) , Luxemburg-Stadt

Werke von Lewandowski, Bruch, Sulzer u.a.

Eintritt 10,- Euro (Abendkasse)

Die Geschichte der jüdischen Musik reicht Jahrtausende zurück. Die hebräische Bibel nennt in Gen. 4, 21 als Stammvater aller Musiker (konkret: aller Zither- und Flötenspieler) einen Mann namens Jubal. Gesang und Instrumentalspiel waren – vor allem nach der Zeit des Babylonischen Exils – fester Bestandteil des Jerusalemer Tempelkultes. Nach der Zerstörung des Tempels im Jahr 70 wurde im Gottesdienst bewusst auf Instrumentalmusik verzichtet – zum einen aus Trauer um die Zerstörung des Heiligtums, zum anderen aus Sorge, durch die Pflege der Instrumente eventuell das Gebot Sabbatruhe zu verletzten.

Über viele Jahrhunderte hinweg war darum der jüdische Gottesdienst musikalisch durch den Wechselgesang zwischen dem Solo des Vorbeters (Scheliach Zibbur) bzw. Kantors (Chasan) und dem Antworten der Gemeinde geprägt. Änderungen in dieser Tradition brachte das 19. Jahrhundert mit seinen Reformbewegungen. Europa erlebte bis in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts hinein eine große Blüte jüdisch-liturgischer Musik, die sich zu einem festen Bestandteil des Kulturlebens entwickelte. Bis 1938 fand sich in fast jeder größeren Stadt Deutschlands eine Synagogenorgel, auch wenn sie innerhalb der jüdischen Gemeinschaft niemals völlig unumstritten war: Vielen galt sie zu sehr als christliches Symbol, andere wollten an dem Verzicht auf Instrumentalmusik während des Gottesdienstes festhalten. Der Holocaust setzte jedoch der reichen jüdisch-musikalischen Tradition ein gewaltsames Ende. Die Synagogenorgeln wurden mit den Gebäuden zerstört, und viele Noten und andere Zeugnisse gingen verloren oder wurden in der ganzen Welt zerstreut. Mit den Jüdischen Kulturtagen NRW wird an die reichhaltige kulturelle Tradition jüdischer Musik angeknüpft.


KONZERT DER KANTOREI DER HAUPTKIRCHE

Antonin Dvorak - „Stabat Mater“




Karfreitag, 19. April 2019, 19.30 Uhr - ca. 21.00 Uhr

Evangelische Hauptkirche Rheydt

Antonin Dvorak - „Stabat Mater“ für Soli, Chor und großes Orchester

Die Ausführenden:

Annabelle Heinen, Sopran
Céline Maya, Alt
Michael Siemon, Tenor
Thomas Peter, Bass

Die Kantorei der Ev. Hauptkirche Rheydt
Niederrheinischer Kammerchor Dülken
Männerstimmen des Rheydter Knabenchores

Orchester der Hauptkirchenkonzerte (Konzertmeisterin: Johanna Brinkmann)

Leitung: KMD Udo Witt


Eintrittskarten zu 18,-/ 15,- /12,- im Vorverkauf ab 18.3. telefonisch unter 02166/670080
(Froneberg/ Anrufbeantworter) - Restkarten an der Abendkasse.


Parkmöglichkeit in der Tiefgarage unter dem Marktplatz.


Wenn von Maria als „Mutter Gottes“ die Rede ist, dann beschleicht Protestanten Unbehagen, während es für Katholiken zur Selbstverständlichkeit gehört, die Mutter Jesu so zu betiteln. Während die biblischen Berichte über Maria eher spärlich sind, entwickelt sich schon in der ersten Christenheit eine große Verehrung, die sich auch in der Kunst niederschlägt: Im Apsismosaik von Santa Maria Maggiore (Groß-Sankt-Marien) in Rom thront sie als Himmelskönigin mit Jesus. Sohn und Mutter sind ganz aufeinander fixiert. Schon früh wird Maria angerufen, als Fürsprecherin unsere Bitten vor den Gottessohn zu bringen. Diesen Zwischenschritt des Vermittelns von Maria zu Jesus wird die Reformation im ausgehenden Mittelalter strikt ablehnen mit der Begründung, dass der Gläubige sich ohne „Umwege“direkt an Gott wenden kann. Schließlich hat die Reformation aus Angst vor einer „unbiblischen“ Verehrung Mariens diese ganz aus der Liturgie verbannt.

Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt der Maria: sie ist auch die mitleidende und mitfühlende Mutter, die ihren Sohn betrauert. Während alle Männer um Jesus geflohen sind, stehen Frauen – und in deren Mitte seine Mutter Maria – unter dem Kreuz und bleiben dort bis zum bitteren Ende. Die Schmerzensmutter Maria hat zu allen Zeiten Künstler angeregt, in Bildern, Gedichten und Kompositionen sich in diese Extremsituation einer Mutter hinein zu versetzen. „Stabat mater dolorosa“ (Es stand die Mutter voller Schmerzen…) ist solch ein Gedicht, das im Mittelalter entstanden ist, einer Zeit, da die Kindersterblichkeit sehr hoch war. Mit den Gefühlen dieser Mutter konnten sich die Menschen identifizieren und bekamen Halt. Marias stilles Ertragen des Schmerzes war so Vorbild für das eigene Leiden geworden. Theologisch einfach ausgedrückt: wenn ich mich genauso gläubig im Leid in Gottes Hände gebe und das Kreuz Jesu anschaue, werde ich ins Paradies kommen. Darum geht der Textdichter ein Zwiegespräch mit Maria ein: sie soll ihm in dieser Situation Vorbild und Halt sein.

In solch einer Extremsituation befand sich Antonin Dvorak: Er beginnt die Arbeit an seinem „stabat mater“ 1876, nach dem seine jüngste Tochter kurz nach der Geburt gestorben war. Danach legte er die Skizzen beiseite um die Arbeit nach zwei erneuten schweren Schicksalsschlägen wieder aufzunehmen und zu vollenden: Im August 1877 starben innerhalb weniger Tage seine elf Monate alte Tochter Ruzena an einer Vergiftung und sein dreijähriger Sohn Otakar an Pocken und ließen Dvorak wie seine Frau kinderlos zurück. Die Trauer um seine Kinder verarbeitet Dvorak in seinem Stabat mater. Die in Berlin lebende Künstlerin Heide Lethaus verschafft dem heutigen Betrachter einen aktuellen Zugang zum Thema des Stabat Mater, in dem sie in ihren Collagen aktuelle Bezüge zum Leid (nicht nur der Mütter) in der heutigen Zeit herstellt.

Konzert: Karfreitag, 19.30 Uhr, Bildmeditationen in den Passionsandachten, mittwochs, 18.00 Uhr (ab 6. März) und Donnerstag 1/2 8 am 11. April, 19.30 Uhr!




Inhalt, Berichte, Grafik und Fotos: Paul Sippel - RheinRuhronline.de, Udo Witt, Ev. Kirchengemeinde der Hauptkirche Rheydt





Letzte Änderung am Dienstag, 12. März 2019 um 19:46:18 Uhr.



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